1. Herren feiert Aufstieg in 1. Verbandsliga

Die 1. Hockeyherren des RHTC Rheine ist durch einen 7:0-Sieg gegen den Soester HC aufgestiegen.

 

Gegen 23 Uhr verließ Simon Gärthöffner die Aufstiegsparty der Hockeyherren des RHTC. Der Spielertrainer und seine Mannschaftskollegen entpuppten sich dabei als wahre Feierbiester, wenn man bedenkt, dass die Sause bereits um 14.30 Uhr seinen Anfang nahm. Zu dieser Uhrzeit pfiffen die Schiedsrichter die einseitige Hockeypartie gegen den Soester HC ab, es stand 7:0 für die Rheinenser.

Der Gast reiste mit nur zehn Spielern an und hatte kein wirkliches Interesse daran, ein geordnetes Hockeyspiel auf dem Kunstrasenplatz im Schatten des altehrwürdigen Bootshauses zu bieten. Wieder und wieder flog der Plastikball lang und hoch aus der Soester Hälfte, ein Adressat war nur selten zu finden. Wenn doch mal ein Ball auf den Rheiner Kasten kam, war RHTC-Torhüter Siggi Albers zur Stelle. Der 57-jährige, eigentlich schon lange in Hockeyrente, wurde akquiriert, weil sowohl die etatmäßigen Torhüter Marius Hesping und Mauro Enge verhindert waren. Aus der 2. Mannschaft durfte kein Keeper hochgezogen werden. So schlug die Stunde von Siegbert Albers, den alle nur „Siggi“ nennen. „Er hat seine Sache super gemacht und zwei, drei Dinger rausgeholt“, lobte auch Betreuer Ansgar Pomp seinen ehemaligen Mitspieler.

Der Jubellauf der Spieler nach dem Abpfiff führte deshalb als erstes zu Albers, um ihm zu seinem „Shutout“ zu gratulieren. Das die RHTC-Hockeyherren drei Spieltage vor Saisonende in die 1. Verbandsliga aufsteigen würden, daran bestand früh im Spiel kein Zweifel. Torben Hoffbauer sorgte für die ersten beiden Treffer der Partie, ehe Noah Wetzel per Schlenzer das 3:0 markierte. Henning Pomp und Wetzel stellten das Ergebnis auf 5:0. Maximilian Schulte machte mit der argentinischen Rückhand das halbe Dutzend voll, bevor Leonard König 30 Sekunden vor dem Ende einen Abpraller zum 7:0 über die Linie drückte. „Endlich sind wir wieder in der Liga, wo wir hingehören“, jubelte Spielertrainer Gärthöffner. Die verbleibenden beiden Saisonspiele will er dazu nutzen, um schon einige Sachen im Hinblick auf die höhere Liga einzustudieren. Nach den Sommerferien startet der RHTC dann in der 1. Verbandsliga. „Solche Sachen wie Spielabsagen wie unlängst von Dortmund oder das eine Mannschaft mit nur zehn Spielern anreist, wird es dort nicht mehr geben. Da werden wir anders gefordert“, verdeutlicht Gärthöffner. Und wer weiß, vielleicht kommt Routinier Albers dort ja auch wieder zu einem Einsatz. Fit wäre der 57-Jährige.